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Project Motor Racing fährt auf drei Rädern aus der Box - So wird das nix mit Project Cars 4!

25.11.2025

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Project Motor Racing: Drei Räder aus der Box – So wird das nix mit Project Cars 4!

Project Motor Racing: Starke Fahrphysik, aber gravierende KI-Probleme und Bugs. Lohnt sich der Vollpreis?

Das neu erschienene Rennspiel "Project Motor Racing" verspricht ein realistisches Fahrgefühl durch die Nutzung der Engine des Landwirtschaftssimulators. Trotz dieser technischen Grundlage und eines Vollpreises von 60 € für PC und 70 € für Konsolen (PlayStation 5, Xbox Series X/S) leidet das Spiel unter erheblichen Problemen, die es unfertig erscheinen lassen.

Umfang und Spielmodi

"Project Motor Racing" konzentriert sich primär auf GT-Meisterschaften, einschließlich GT3 und GT4 Klassen, sowie auf neuere Serien wie die Hypercars. Bedauerlicherweise fehlt die Rennstrecke von Le Mans, was als signifikanter Mangel für ein Rennspiel dieser Art angesehen wird. Insgesamt bietet das Spiel 14 bis 16 Strecken, inklusive Varianten, darunter bekannte Klassiker wie die Nordschleife und der Nürburgring.

Ein zentraler Bestandteil ist der Karrieremodus, der einen innovativen Ansatz verfolgt: Anstatt sich durch vorgegebene Events zu hangeln, werden Spieler mit der wirtschaftlichen Realität der Führung eines Rennteams konfrontiert. Ein anfängliches Budget muss sorgfältig verwaltet werden, um Antrittsgebühren und andere Kosten zu decken. Sponsoren bieten vielfältige Möglichkeiten zur Geldbeschaffung, was dem Spiel eine interessante Management-Komponente hinzufügt, ohne zu überladen zu wirken.

Alternativ können Spieler eigene Rennen starten, sowohl im Einzelspieler- als auch im Multiplayer-Modus. Ein freies Spiel ermöglicht die Konfiguration von Training, Qualifikation und Rennen. Allerdings werden Spieler ohne Qualifikation stets auf dem letzten Startplatz gesetzt, was als nachteilig empfunden wird.

Fahrphysik und Realismus

Die Fahrphysik wird als herausragende Stärke von "Project Motor Racing" hervorgehoben. Die Fahrzeuge vermitteln ein nachvollziehbares Gewicht und ein realistisches Fahrgefühl. Unterschiede zwischen einzelnen Fahrzeugen, selbst innerhalb derselben Klasse (z.B. Aston Martin GT3 vs. Audi R8), sind gut abgebildet.

Das Wettersystem simuliert realistisch die Auswirkungen von Regen auf die Streckencharakteristik, einschließlich der Bildung von Pfützen auf unebenem Asphalt wie der Nordschleife, was die Rennlinie beeinflusst.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Möglichkeit, Fahrhilfen wie Traktionskontrolle und ABS auf "authentisch" zu stellen. Dies ermöglicht eine realitätsgetreue Simulation, bei der beispielsweise Hypercars kein ABS besitzen, während GT3-Fahrzeuge damit ausgestattet sind. Diese Option trägt maßgeblich zur Immersion bei.

Die Cockpit-Perspektive wird als besonders realistisch dargestellt. Im Gegensatz zu vielen anderen Rennspielen werden die Arme und Beine des Fahrers nicht übermäßig prominent gezeigt, und die Kameraführung simuliert fein abgestimmte Bewegungen, wie das Nach-vorne-Neigen des Kopfes beim Bremsen oder das Mitwackeln des Helms über Curbs. Diese Details verstärken das Gefühl, sich tatsächlich im Fahrzeug zu befinden.

Gravierende Probleme und Kritikpunkte

Trotz der Stärken in der Fahrphysik ist die Liste der Probleme in "Project Motor Racing" erheblich. Die Präsentation wird als öde beschrieben. Das größte Problem stellt die künstliche Intelligenz (KI) dar, die als "kaputt" bezeichnet wird. Rennen sind oft nicht normal beendbar, da die KI auf der Strecke stehen bleibt, unvorhersehbare Manöver ausführt oder sich teleportiert. Dies zwingt Spieler, das Schadensmodell zu deaktivieren, um überhaupt fahren zu können.

Die allgemeine Spielmechanik fühlt sich oft nicht rund an, was den Eindruck eines unfertigen Produkts verstärkt. Dies gilt insbesondere für ein Vollpreistitel. Die Menüs sind schmucklos, Replays umständlich zu steuern und Grafikfehler treten auf.

Das Strafensystem wird als willkürlich und simpel kritisiert. Spieler werden bereits für geringfügige Ausflüge auf das Gras oder das Überfahren von Curbs bestraft, während das bewusste Verlassen der Strecke zur Zeitersparnis nicht erkannt wird. Es fehlt eine intelligente Beurteilung, ob durch das Verlassen der Strecke ein Vorteil erzielt wurde. Dieses System, in Kombination mit der fehlerhaften KI, die Spieler von der Strecke drängt, macht das Spiel zu einem "No-Go".

Vergleich mit Alternativen

Im Vergleich zu etablierten Rennspielen bietet "Project Motor Racing" zum Release einen geringeren Umfang zu einem höheren Preis. Titel wie "Automobilista 2", das ebenfalls auf der Engine der "Project Cars"-Reihe basiert und von Entwicklern mit Erfahrung aus dieser Serie mitentwickelt wurde, bieten eine ausgereiftere Erfahrung mit besserer KI und mehr Inhalten. Diese Alternativen werden als deutlich besser und ausgereifter angesehen.

Fazit und Ausblick

"Project Motor Racing" besitzt eine vielversprechende Grundlage, insbesondere in Bezug auf die Fahrphysik und einige Realismus-Features. Jedoch machen die gravierenden Mängel, allen voran die fehlerhafte KI und das unzureichende Strafensystem, das Spiel zum jetzigen Zeitpunkt zu einer Enttäuschung, insbesondere angesichts des Vollpreises. Das Spiel hätte eher in den Early Access gehört. Es bleibt zu hoffen, dass die Entwickler die fundamentalen Probleme beheben, bevor neue Inhalte für 2026 geplant werden. Aktuell ist "Project Motor Racing" keine klare Kaufempfehlung und kann mit etablierten Konkurrenten nicht mithalten.

Erste Eindrücke und Spielumfang

Das Spiel bietet eine solide Auswahl an Rennklassen und Strecken, wobei der Fokus auf einem Management-lastigen Karrieremodus liegt. Das Fehlen von Le Mans wird als Schwäche angesehen.

  • Project Motor Racing nutzt die Engine des Landwirtschaftssimulators.
  • Das Spiel erscheint als Vollpreistitel für PC (60 €) und Konsolen (70 €).
  • Es bietet GT3-, GT4- und Hypercar-Rennklassen.
  • Wichtige Strecken wie die Nordschleife und der Nürburgring sind enthalten, jedoch fehlt Le Mans.
  • Der Karrieremodus legt Wert auf das Management eines Rennteams mit Budgetverwaltung und Sponsoren.
  • Ein freies Spiel mit Multiplayer-Optionen ist ebenfalls verfügbar.

Die Stärke: Fahrphysik und Realismus

Die Fahrphysik ist die größte Stärke von Project Motor Racing. Sie vermittelt ein realistisches Fahrgefühl, das durch detaillierte Simulationen von Gewicht, Wetter und Fahrhilfen weiter verstärkt wird.

  • Die Fahrphysik wird als herausragend und das Highlight des Spiels gelobt.
  • Autos fühlen sich nachvollziehbar an und vermitteln ein realistisches Gewicht.
  • Unterschiede zwischen einzelnen Fahrzeugen innerhalb einer Klasse sind gut abgebildet.
  • Das Wettersystem simuliert Pfützenbildung und deren Einfluss auf das Fahrverhalten.
  • Die Option, Fahrhilfen (Traktionskontrolle, ABS) auf 'authentisch' zu stellen, erhöht den Realismus.
  • Die Cockpit-Perspektive und die Kamerabewegungen werden als sehr realistisch empfunden.

Die Probleme: KI, Bugs und Unfertigkeit

Gravierende Probleme mit der KI, zahlreiche Bugs und eine unfertige Präsentation trüben das Spielerlebnis erheblich und lassen das Spiel trotz guter Fahrphysik nicht wie einen fertigen Vollpreistitel wirken.

  • Die KI ist fehlerhaft und macht Rennen oft unmöglich.
  • Autos bleiben auf der Strecke stehen, teleportieren sich oder agieren unberechenbar.
  • Das Schadensmodell musste wegen der KI deaktiviert werden.
  • Es gibt zahlreiche Bugs und Grafikfehler.
  • Die Präsentation und Menüs wirken schmucklos und umständlich.
  • Das Spiel fühlt sich insgesamt nicht wie ein fertiger Vollpreistitel an.

Strafensystem und Alternativen

Das unfaire und unintelligente Strafensystem sowie die fehlerhafte KI machen das Spiel zu einem Frusterlebnis. Etablierte Alternativen bieten mehr für weniger Geld und sind ausgereifter.

  • Das Strafensystem ist willkürlich und bestraft auch geringfügige Streckenverlassen.
  • Es wird nicht unterschieden, ob durch das Verlassen der Strecke ein Vorteil erzielt wurde.
  • Das System agiert nicht intelligent, sondern nur stumpf.
  • Alternativen wie Automobilista 2 bieten mehr Umfang und sind technisch ausgereifter.
  • Etablierte Rennspiele bieten oft mehr für einen geringeren Preis.